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ROBA school

ROBA – River of Blessing Academy

 

Jahr
2018-2020

Standort
Koforidua, Ghana

Umfeld
Stadt

Größe
0,3 ha / 6 Klassenzimmer & Toiletten

Leistung
Entwurf, Fundraising, Bauüberwachung

Partner
River of Blessing Foundation

Nachhaltigkeit
Lokale Mitarbeiter/innen und deren Schulung, nachhaltige Materialien wie komprimierte Lehmblöcke (CSEB) und Holz, Stromeinsparungen durch natürliche Lüftungstechniken

ROBA – River of Blessing Academy

Dieses Projekt umfasste die Erweiterung der bereits bestehenden River of Blessing Academy. Die River of Blessing Academy (ROBA) wurde im Januar 2013 als Vorschule in Koforidua eröffnet. Die Schule, die ursprünglich aus einem Kindergarten, einer Vorschule und einer Primarstufe bestand, wurde von der River of Blessing Foundation gegründet.

 

Kontext

Die bestehende ROBA-Schule funktionierte bereits seit Jahren, auch ohne alle notwendigen Einrichtungen. Es handelte sich um eine private Schule in lokaler Trägerschaft und von den derzeit 70 Kindern der Schule erhielten etwa 50% ein Stipendium. Das Leben vieler unterprivilegierter Kinder, die sich normalerweise keine hochwertige Bildung leisten könnten, veränderte sich durch diesen Ansatz positiv. Das eingeführte System funktionierte, und es konnte nur noch besser funktionieren, wenn es ideale Klassenräume und angemessene Toiletten gab.

 

Es war die lokale Organisation, die die globalen Defizite wie die Qualität und Zugänglichkeit von Bildung ansprach und Lösungsvorschläge formulierte. Dadurch, dass nichts von außen aufgezwungen wurde, entstanden weniger Missverständnisse – grundsätzlich führt diese Art von Zusammenarbeit zu Projekten, die von der lokalen Bevölkerung genutzt und nicht nach wenigen Jahren aufgegeben werden. Trotz der großartigen Arbeit, die ROBA bei der Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Unterricht leistete, blieb die größte Herausforderung jedoch der Mangel an Platz, um die wachsende Zahl von Schüler/innen unterzubringen. Zu dem Zeitpunkt fand der Unterricht in einem großen Gemeinschaftsraum statt, der ursprünglich ein Kirchenraum für die Sonntagsschule war, aber unter der Woche mit Hilfe von Möbeln in fünf provisorische Klassenräume aufgeteilt wurde.

 


Lösungsansatz

Wir schlugen vor, die Lernmöglichkeiten in der Rivers of Blessing Academy durch die Errichtung eines zusätzlichen Gebäudekomplexes zu erweitern. Um den Kindern bessere Lernbedingungen und eine höhere Qualität der Ausbildung zu bieten, planten wir den Bau von sechs Klassen (Klasse 1- 6), wobei jeder Klassenraum etwa 20-25 Schüler aufnehmen sollte, was die Unterbringungskapazität auf insgesamt 150 Kinder erhöhte. Unser Ziel war es, einen Bereich zu schaffen, der eine Wohlfühlatmosphäre für die Kinder bat, und zugleich das Bauprojekt so einfach und kostengünstig wie möglich zu gestalten.

 

Fast alle neuen Gebäude in Ghana werden aus Beton und Zementblöcken gebaut, wobei die Dachkonstruktion aus Holz besteht. Dieses Projekt kombinierte gängige Materialien und Bautechniken und experimentierte gleichzeitig mit einigen Teilen des Bauprozesses, um bei konstantem Preis ein höheres Maß an Nachhaltigkeit zu erreichen. Holz ist in Ghana von relativ hoher Qualität, und die Zimmerleute gehören zu den am besten qualifizierten Arbeitskräften. Die Idee war, diese Tatsachen zu nutzen und eine komplette Holzrahmenkonstruktion zu bauen, die diesen Ansatz aufgrund der schnellen Bauzeit als wirtschaftliche Alternative bewies. Nicht tragende Wände wurden aus verdichteten Erdblöcken hergestellt. Immer mehr einheimische Handwerker/innen wurden in Lehmbaumethoden ausgebildet und Projekte wie dieses gaben ihnen die Möglichkeit, ihre Fachkenntnisse zu erweitern.

 

 

Die Verwendung von Beton und Zement wurde auf ein Minimum beschränkt und kam nur in der Unterkonstruktion zum Einsatz. Der Oberbau wurde fast ausschließlich aus Holzelementen (Stützen, Balken, Binder) gefertigt, was eine viel geringere CO2-Bilanz hat. Zusätzlich wurden einige Außen- und Trennwände mit verdichteten stabilisierten Erdblöcken ausgeführt, um die üblicherweise verwendeten Zementblöcke zu ersetzen. Fenster auf beiden Seiten sorgten zusammen mit den Dachöffnungen für eine gute natürliche Belüftung, sodass keine Deckenventilatoren verwendet werden müssten.

Der Bauprozess wurde folgendermaßen eingeteilt, wobei alle Arbeiten problemlos von lokalen Arbeiter/innen ausgeführt werden konnten:

 

1. Mit Beton- und Zementblöcken wurde die tragende Basis – das Fundament und die Bodenplatte – errichtet.
2. Es wurde eine komplette Holzrahmenkonstruktion einschließlich der Dachbinder unter Verwendung von Sperrholz als Deckenzwischenlage errichtet.
3. Die Trennwände werden aus CSE-Blöcken hergestellt.
4. Dachbleche und Schalldämmung werden installiert
5. Alle Fenster- und Türläden wurden installiert.
6. Anstrich und Endbearbeitung

 

KontextDie bestehende ROBA-Schule funktionierte bereits seit Jahren, auch ohne alle notwendigen Einrichtungen. Es handelte sich um eine private Schule in lokaler Trägerschaft und von den derzeit 70 Kindern der Schule erhielten etwa 50% ein Stipendium. Das Leben vieler unterprivilegierter Kinder, die sich normalerweise keine hochwertige Bildung leisten könnten, veränderte sich durch diesen Ansatz positiv. Das eingeführte System funktionierte, und es konnte nur noch besser funktionieren, wenn es ideale Klassenräume und angemessene Toiletten gab.

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