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Artisan Lab in Alto Chichireni, Peru

Jahr
2024 – 2026

Standort
Alto Chichireni, Ghana.

Umfeld
Ländlich

Größe
190 m²

Leistung
Funding

Partner
Asociación Semillas para el Desarrollo Sostenible

Nachhaltigkeit
Lokale Mitarbeiter/innen und Materialien

Artisan Lab in Alto Chichireni, Peru

Das Artisan Lab in Alto Chichireni, Peru, ist ein neuer Bildungsraum, der gemeinsam mit der Asháninka-Gemeinde, lokalen Partnern und Akteuren aus dem Bildungsbereich entwickelt wurde. Das Projekt, das neben der Sekundarschule der Gemeinde errichtet wurde, verbindet Architektur, Pädagogik und Bürgerbeteiligung, um junge Menschen beim Lernen und Gestalten zu unterstützen und ihre Verbindung zu ihrem Lebensraum und ihrem kulturellen Erbe zu stärken.

Das Projekt entstand in einem intensiven Kooperationsprozess, an dem Schüler*innen, Handwerker*innen, Mütter, Väter, Lehrer*innen und lokale Führungskräfte beteiligt waren. Das Artisan Lab, das auf indigenem Wissen und nachhaltigen Bauweisen basiert, dient nicht nur als bauliches Werk, sondern auch als Ort für generationsübergreifendes Lernen, kulturellen Austausch und die Stärkung der Gemeinschaft.

Umfeld

Viele Bildungssysteme in ländlichen und indigenen Gebieten sind nach wie vor losgelöst von den lokalen Gegebenheiten, dem traditionellen ökologischen Wissen und den Praktiken der Gemeinschaften. In Alto Chichireni trägt das Projekt dem Bedarf an Bildungsräumen Rechnung, die indigenes Wissen wertschätzen und in die alltäglichen Lernprozesse integrieren.

Von Anfang an hat die Asháninka-Gemeinschaft sowohl die pädagogische als auch die architektonische Entwicklung des Projekts aktiv mitgestaltet. Gemeindeversammlungen, gemeinsame Arbeitstage (faenas), Workshops und lokale Konsultationen begleiteten jede Phase – von der Validierung des Entwurfs und der Vorbereitung des Geländes bis hin zum Bau des Gebäudes und der Entwicklung der Bildungsinhalte.

Das Bildungsprogramm entwickelte sich parallel zum Bauprozess. In Workshops wurden gemeinsam mit lokalen Wissensvermittlern und Projektpartnern Waldökosysteme, Heilpflanzen, Webtechniken, natürliche Farbstoffe, Prototypenentwicklung sowie „Waldtechnologien“ im Zusammenhang mit Wasser, Wärme, Feuchtigkeit und Rauch thematisiert. Filmabende und ein „Wissensmarkt“ stärkten den generationsübergreifenden Austausch und die Beteiligung der Gemeinschaft zusätzlich.

Der Bau selbst entwickelte sich zu einem kollektiven Lern- und Mitwirkungsprozess. Zahlreiche Arbeitsaktionen unterstützten die Holzmontage und den Aufbau der Gebäudestruktur und zeugten während der gesamten Projektumsetzung von starker gemeinschaftlicher Führungsstärke und Zusammenarbeit.

Lösungsansatz

Das Artisan Lab präsentiert ein Bildungs- und Architekturkonzept, das nachhaltiges Bauen, klimagerechtes Design und indigene Wissenssysteme miteinander verbindet.

Das Gebäude ist um flexible Werkstatt- und Gemeinschaftsräume herum angelegt, die für Korbflechten, Schmuckherstellung, Lernaktivitäten und den Austausch innerhalb der Gemeinschaft vorgesehen sind. Offene Verkehrsflächen, Außenplätze, Trockenräume und Lehrterrassen schaffen eine enge Verbindung zwischen den Aktivitäten im Innenbereich und der umgebenden Landschaft. Das Projekt umfasst zudem Bereiche, die traditionellen Pflanzen und dem Lernen im Wald gewidmet sind.

Architektonisch ist das Gebäude direkt auf das tropische Klima abgestimmt. Die großzügige Dachkonstruktion sorgt für natürliche Belüftung, Sonnenschutz und passive Kühlung, während die offene Raumaufteilung einen durchgehenden Luftstrom im gesamten Gebäude ermöglicht. Regenwassermanagement, schattige Außenbereiche und eine leichte Holzbauweise tragen zusätzlich zur Umweltfreundlichkeit und zum Nutzerkomfort bei.

Anstatt Bildung und Umgebung voneinander zu trennen, betrachtet das Projekt den umliegenden Wald, die Pflanzen, das Handwerk und die lokalen Bräuche als aktive Bestandteile der Lernumgebung. Durch diese Verbindung von Architektur und Pädagogik schafft das Artisan Lab einen Raum, in dem kulturelle Kontinuität, Umweltwissen und gemeinsames Lernen sich gemeinsam entfalten können.

Alto Chichireni – Territory of Knowledge ist mehr als nur ein fertiggestelltes Gebäude: Es zeigt, wie gemeinschaftsorientiertes Design widerstandsfähige Bildungssysteme fördern kann, die auf lokaler Identität, Nachhaltigkeit und gemeinsamem Wissen basieren.

ENDE