{"id":15856,"date":"2026-09-25T13:43:59","date_gmt":"2026-09-25T13:43:59","guid":{"rendered":"https:\/\/we-building.org\/?page_id=15856"},"modified":"2026-09-28T11:31:04","modified_gmt":"2026-09-28T11:31:04","slug":"bestand-vor-abriss","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/we-building.org\/de\/bestand-vor-abriss\/","title":{"rendered":"Bestand vor Abriss"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"15856\" class=\"elementor elementor-15856\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div data-particle_enable=\"false\" data-particle-mobile-disabled=\"false\" class=\"elementor-element elementor-element-e482a5b e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"e482a5b\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-50f667e elementor-widget elementor-widget-html\" data-id=\"50f667e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"html.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<!-- We-Building Positionspapier: Bestand vor Abriss\n     Zum Einf\u00fcgen in ein Elementor-HTML-Widget. Alles ist unter .wb-paper gekapselt. -->\n<style>\n.wb-paper{--wb-teal:#37AFAB;--wb-teal-dark:#1f6f6c;--wb-orange:#FFAA43;--wb-text:#2b2b2b;--wb-grey:#666;\n  max-width:760px;margin:0 auto;padding:0 20px 48px;color:var(--wb-text);font-size:17px;line-height:1.75}\n.wb-paper *{box-sizing:border-box;font-family:Arial,\"Helvetica Neue\",Helvetica,sans-serif !important}\n.wb-paper .wb-head{display:flex;align-items:center;justify-content:space-between;gap:20px;padding-bottom:14px;margin-bottom:28px;border-bottom:4px solid var(--wb-teal)}\n.wb-paper h1{color:var(--wb-teal);font-size:clamp(28px,5vw,40px);font-weight:700;line-height:1.2;margin:0;padding:0;border:0}\n.wb-paper .wb-logo{width:96px;height:96px;flex:0 0 auto}\n.wb-paper h2{position:relative;color:var(--wb-teal);font-size:clamp(21px,3.5vw,25px);font-weight:700;line-height:1.3;margin:44px 0 18px;padding:0 0 8px 22px;border-bottom:1.5px solid var(--wb-teal)}\n.wb-paper h2::before{content:\"\";position:absolute;left:0;top:.42em;width:12px;height:12px;background:var(--wb-orange)}\n.wb-paper p{margin:0 0 16px;text-align:justify;text-indent:1.6em;hyphens:auto;-webkit-hyphens:auto}\n.wb-paper strong{color:var(--wb-teal-dark);font-weight:700}\n.wb-paper a{color:var(--wb-teal-dark);text-decoration:underline;text-underline-offset:2px}\n.wb-paper a:hover{color:var(--wb-teal)}\n.wb-paper a:focus-visible{outline:2px solid var(--wb-orange);outline-offset:2px}\n.wb-paper sup{font-size:.62em;line-height:0;margin-left:2px;vertical-align:super}\n.wb-paper sup a{text-decoration:none;color:var(--wb-orange);font-weight:700}\n.wb-paper .wb-download{margin:0 0 28px}\n.wb-paper .wb-sub{margin:-16px 0 28px;color:var(--wb-teal-dark);font-size:1.15em;font-weight:700;line-height:1.4;text-indent:0;text-align:left}\n.wb-paper .wb-btn{display:inline-block;background:var(--wb-teal);color:#fff !important;text-decoration:none !important;padding:9px 20px;border-radius:24px;font-weight:700;font-size:.92em}\n.wb-paper .wb-btn:hover{background:var(--wb-teal-dark)}\n.wb-paper .wb-note{margin:40px 0 0;padding-top:14px;border-top:1px solid #ddd;font-size:.8em;line-height:1.55;color:var(--wb-grey);text-indent:0;text-align:justify}\n.wb-paper .wb-sources{margin-top:40px}\n.wb-paper .wb-sources h2{margin-top:0}\n.wb-paper .wb-sources ol{padding-left:2.2em;margin:0}\n.wb-paper .wb-sources li{margin-bottom:10px;line-height:1.55;overflow-wrap:anywhere}\n.wb-paper [id^=\"wb-q\"],.wb-paper [id^=\"wb-r\"]{scroll-margin-top:130px}\n.wb-paper .wb-back{text-decoration:none;margin-left:6px}\n@media (max-width:600px){.wb-paper{font-size:16px;padding:0 4px 40px}.wb-paper p{text-align:left}.wb-paper .wb-logo{width:64px;height:64px}}\n<\/style>\n\n<article class=\"wb-paper\" lang=\"de\">\n  <div class=\"wb-head\">\n    <h1>Bestand vor Abriss<\/h1>\n  <\/div>\n  <p class=\"wb-sub\">Reduktion von Bau- und Abbruchabf\u00e4llen<\/p>\n\n  <div class=\"wb-download\">\n    <a class=\"wb-btn\" href=\"https:\/\/we-building.org\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Bestand-vor-Abriss.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Als PDF herunterladen<\/a>\n  <\/div>\n\n  <p>Der Geb\u00e4udesektor ist ein Treiber des Klimawandels, und der Abriss spielt eine bedeutende Rolle und ist mit erheblichen Umweltauswirkungen verbunden. <strong>Allein im Jahr 2022 produzierte Deutschland 207,9 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabf\u00e4lle, einschlie\u00dflich Bodenaushub.<\/strong><sup id=\"wb-r1\"><a href=\"#wb-q1\">[1]<\/a><\/sup> Bau und Abriss, einschlie\u00dflich Aushub, machten <strong>54,2&nbsp;%<\/strong><sup id=\"wb-r2\"><a href=\"#wb-q2\">[2]<\/a><\/sup> des gesamten national anfallenden Abfalls aus. Eine Untersuchung, wie und warum diese Abfallmenge entsteht, offenbart systematische Probleme im Umgang mit Geb\u00e4uden und den damit verbundenen Ressourcen \u2013 und zeigt Alternativen zum gegenw\u00e4rtigen verschwenderischen Status quo beim Abriss auf.<\/p>\n\n  <h2>Kontext<\/h2>\n\n  <p>Die Abfallproduktion ist weltweit ungleich verteilt. Das Aufkommen von Bau- und Abbruchabf\u00e4llen ist in einkommensstarken Volkswirtschaften deutlich h\u00f6her. Im Jahr 2020 erzeugte Deutschland rund <strong>2,76 Tonnen Bau- und Abbruchabf\u00e4lle pro Kopf<\/strong>, einschlie\u00dflich Aushubmaterialien<sup id=\"wb-r3\"><a href=\"#wb-q3\">[3]<\/a><\/sup>. Zum Vergleich: Kolumbien meldete f\u00fcr 2022 gesch\u00e4tzte <strong>0,56 Tonnen pro Kopf<\/strong><sup id=\"wb-r4\"><a href=\"#wb-q4\">[4]<\/a><\/sup>. Obwohl sich die Erfassungsmethoden unterscheiden, beziehen beide Systematiken aushubbezogene Materialien ein. Der Kontrast verdeutlicht die erheblich h\u00f6here Materialintensit\u00e4t der Bau- und Abbruchpraktiken in Deutschland. <strong>Die Pro-Kopf-Raten der Bau- und Abbruchabfallproduktion sind in Nordamerika und Westeuropa weit h\u00f6her als anderswo auf der Welt<\/strong><sup id=\"wb-r5\"><a href=\"#wb-q5\">[5]<\/a><\/sup><strong>.<\/strong> Die Verantwortung f\u00fcr L\u00f6sungen liegt daher in erster Linie bei jenen L\u00e4ndern, die Bau- und Abbruchabf\u00e4lle in unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohem Ma\u00df produzieren. Deutschland muss in diesem breiteren Kontext verstanden werden: Als einkommensstarkes Land mit hoher Baut\u00e4tigkeit tr\u00e4gt es eine besondere Verantwortung daf\u00fcr, die politischen Rahmenbedingungen zu ver\u00e4ndern, die diesen Abfall erzeugen.<\/p>\n\n  <h2>Problem<\/h2>\n\n  <p>Eines zeigen die globalen Unterschiede in der Abfallproduktion deutlich: Abbruchabf\u00e4lle im Globalen Norden sind kein nat\u00fcrliches Produkt der Zeit. <strong>So haben Studien gezeigt, dass das Alter abgerissener Geb\u00e4ude in Europa und Nordamerika nicht der Hauptfaktor f\u00fcr ihren Abriss ist.<\/strong><sup id=\"wb-r6\"><a href=\"#wb-q6\">[6]<\/a><\/sup> Abrisse durch private Bautr\u00e4ger werden vielmehr am h\u00e4ufigsten veranlasst, \u201e<em>wenn die Differenz zwischen dem Wert eines Grundst\u00fccks in seinem neu entwickelten Zustand und seinem Wert in seinem unbebauten Zustand, abz\u00fcglich der mit der Neuentwicklung verbundenen Kosten (einschlie\u00dflich der Abbruchkosten), gr\u00f6\u00dfer als null ist.\u201c<\/em><sup id=\"wb-r7\"><a href=\"#wb-q7\">[7]<\/a><\/sup> Kurz gesagt: <strong>Abriss ist \u00f6konomisch motiviert<\/strong>. Hohe Grundst\u00fcckswerte schaffen Anreize f\u00fcr Neubau und damit f\u00fcr mehr Abriss.<\/p>\n\n  <p>Die Kosten des Bauens sind jedoch nicht nur \u00f6konomischer, sondern auch \u00f6kologischer Natur. Die Bauregulierung konzentriert sich nach wie vor haupts\u00e4chlich auf betriebliche und baubezogene Emissionen, ohne systematisch den Abriss oder den bereits in Bestandsgeb\u00e4uden gespeicherten grauen Kohlenstoff zu ber\u00fccksichtigen \u2013 einschlie\u00dflich der Emissionen, die durch Rohstoffgewinnung, Transport und Produktion entstehen. Dar\u00fcber hinaus entstehen durch die Normalisierung des unselektiven Abbruchs gro\u00dfe Abfallmengen mit weiteren Umweltfolgen. Deponierung und illegale Entsorgung (wildes Kippen) k\u00f6nnen \u00f6kologische Probleme verursachen, wenn Materialien wie behandeltes Holz oder Gips unsachgem\u00e4\u00df entsorgt werden und ins Grundwasser gelangen.<sup id=\"wb-r8\"><a href=\"#wb-q8\">[8]<\/a><\/sup> <strong>Der Abriss eines Geb\u00e4udes vor dem Ende seiner technischen Lebensdauer verschwendet nicht nur die darin enthaltenen Materialien und die f\u00fcr seine Errichtung aufgewendeten Ressourcen, sondern verursacht dar\u00fcber hinaus zus\u00e4tzlichen \u00f6kologischen Schaden.<\/strong><\/p>\n\n  <p>Dort, wo Abrisse stattfinden, l\u00f6sen die derzeitigen Abfallbehandlungspraktiken das Problem h\u00e4ufig nicht. Obwohl Deutschland sehr hohe Recyclingquoten f\u00fcr Bau- und Abbruchabf\u00e4lle meldet, wird ein Gro\u00dfteil dieses Materials downcycelt, h\u00e4ufig zu Stra\u00dfenschotter.<sup id=\"wb-r9\"><a href=\"#wb-q9\">[9]<\/a><\/sup> Dies tr\u00e4gt wenig dazu bei, die Nachfrage nach neuen Rohstoffen zu senken, und ist keine nachhaltige Langzeitl\u00f6sung.<\/p>\n\n  <p><strong>Das zentrale Problem ist daher nicht nur, wie Abrisse durchgef\u00fchrt werden, sondern wie leicht sie \u00fcberhaupt genehmigt werden.<\/strong> In Deutschland wird der Abriss durch ein Zusammenspiel aus Landesbaurecht,<sup id=\"wb-r10\"><a href=\"#wb-q10\">[10]<\/a><\/sup> Bundesplanungsrecht,<sup id=\"wb-r11\"><a href=\"#wb-q11\">[11]<\/a><\/sup> Denkmalschutzrecht<sup id=\"wb-r12\"><a href=\"#wb-q12\">[12]<\/a><\/sup> und, in manchen St\u00e4dten, Wohnschutzregelungen<sup id=\"wb-r13\"><a href=\"#wb-q13\">[13]<\/a><\/sup> gepr\u00e4gt. Diese Regelungen k\u00f6nnen zwar Planungsziele, Kulturerbe oder die Wohnraumversorgung sch\u00fctzen, spiegeln jedoch den \u00f6kologischen Wert bestehender Geb\u00e4ude nicht angemessen wider. Der graue Kohlenstoff und die in einem Geb\u00e4ude bereits gespeicherten Materialressourcen werden bei Abrissentscheidungen nach wie vor selten als ausschlaggebende Faktoren behandelt. <strong>Infolgedessen k\u00f6nnen Geb\u00e4ude noch immer abgerissen werden, auch wenn ihr Erhalt und ihre Wiedernutzung die \u00f6kologisch verantwortungsvollere Option w\u00e4ren.<\/strong><\/p>\n\n  <h2>L\u00f6sungen<\/h2>\n\n  <p>Ein nachhaltigerer Umgang mit Geb\u00e4uden am Ende ihrer Nutzungsphase sollte nicht darin bestehen, den Abriss geringf\u00fcgig weniger sch\u00e4dlich zu gestalten, sondern unn\u00f6tigen Abriss von vornherein zu verhindern. <strong>Solange Abriss die einfachere und profitablere Option bleibt, werden Bem\u00fchungen zur Abfallreduzierung begrenzt bleiben.<\/strong><\/p>\n\n  <p>Die Politik sollte daher st\u00e4rkere H\u00fcrden f\u00fcr vorzeitigen Abriss einf\u00fchren, insbesondere dort, wo Geb\u00e4ude noch strukturell intakt sind und umgenutzt, wiederverwendet oder saniert werden k\u00f6nnten. <strong>Bevor ein Abriss genehmigt wird, sollte eine Pr\u00fcfung verpflichtend sein, ob eine Weiternutzung, Umwidmung, Erweiterung oder Sanierung m\u00f6glich ist.<\/strong> Auf diese Weise w\u00fcrde der \u00f6kologische Wert bestehender Geb\u00e4ude \u2013 einschlie\u00dflich des gebundenen CO\u2082 und der Materialressourcen \u2013 als relevanter Faktor in die Entscheidungsfindung einflie\u00dfen, anstatt ignoriert zu werden.<\/p>\n\n  <p>Dies w\u00fcrde die gegenw\u00e4rtige Logik der Nachverdichtung und Neuentwicklung verschieben. Geb\u00e4ude, deren urspr\u00fcngliche Nutzung geendet hat, sollten nicht automatisch als obsolet betrachtet werden. In vielen F\u00e4llen k\u00f6nnen sie an neue Bed\u00fcrfnisse angepasst werden, w\u00e4hrend bestehende Materialien erhalten bleiben und das Nutzungsende hinausgez\u00f6gert wird. <strong>Die \u00f6ffentliche Politik sollte daher Anpassung und Wiederverwendung zur bevorzugten Option machen \u2013 und den Abriss zur rechtfertigungsbed\u00fcrftigen Ausnahme. Vergleichbare Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle gibt es bereits in London. Im Stadtbezirk Westminster verpflichtet eine verabschiedete \u201eRetrofit First\u201c-Politik Entwickler dazu, Sanierungs- und Anpassungsoptionen zu pr\u00fcfen, bevor ein Abriss beantragt werden kann.<\/strong><sup id=\"wb-r14\"><a href=\"#wb-q14\">[14]<\/a><\/sup><\/p>\n\n  <p><strong>Nur dort, wo ein Abriss unvermeidbar ist, sollte der Fokus auf die Abrisspraxis selbst gelenkt werden.<\/strong> In solchen F\u00e4llen sollten sorgf\u00e4ltiger R\u00fcckbau und die systematische Sortierung von Materialien vorgeschrieben sein, um den h\u00f6chstm\u00f6glichen Wiederverwendungswert zu erhalten. Selektiver R\u00fcckbau kann Downcycling reduzieren und die R\u00fcckgewinnung von mehr Materialien erm\u00f6glichen \u2013 er sollte jedoch als nachrangige Ma\u00dfnahme verstanden werden, nicht als Ersatz f\u00fcr die Abrissverhinderung.<\/p>\n\n  <p>Um diesen Wandel zu unterst\u00fctzen, sollte die Politik auch die wirtschaftliche Stellung von Sekund\u00e4rmaterialien st\u00e4rken und <strong>Sanierungen finanziell attraktiver machen.<\/strong> Steuererleichterungen f\u00fcr Sanierungsarbeiten und die Wiederverwendung von Materialien, Abgaben auf prim\u00e4re Rohstoffe, gezielte Steuern auf unn\u00f6tigen Abriss, weniger institutionelle H\u00fcrden f\u00fcr wiederverwendete Materialien sowie Beschaffungsregeln, die eine Nachfrage nach Wiedergewinnungsprodukten schaffen, k\u00f6nnen dazu beitragen, die Materialwiederverwendung wettbewerbsf\u00e4higer zu machen.<\/p>\n\n  <p><strong>Eine wirksame Reaktion auf Bau- und Abbruchabf\u00e4lle erfordert daher eine Neusetzung der Priorit\u00e4ten: erstens unn\u00f6tigen Abriss verhindern; zweitens Wiederverwendung und Anpassung priorisieren; und erst dann die Abrisspraxis verbessern, wo Abriss wirklich unvermeidbar ist.<\/strong><\/p>\n\n  <h2>Schlussfolgerung<\/h2>\n\n  <p><strong>Abfall entsteht in dem Moment, in dem Abriss der Weiternutzung, Instandsetzung oder Sanierung vorgezogen wird.<\/strong> Sobald ein Geb\u00e4ude nicht mehr als erhaltenswerte Ressource gilt, wird es Teil eines k\u00fcnftigen Abfallstroms. Geb\u00e4ude als entbehrlich zu behandeln, stellt kurzfristige wirtschaftliche Interessen \u00fcber \u00f6kologische Verantwortung und verfestigt nicht nachhaltige Praktiken. We-Building setzt dem einen anderen Ansatz entgegen: Bestehende Geb\u00e4ude sind wertvolle Material- und Klimaressourcen, die Instandsetzung, Anpassung und Wiederverwendung verdienen. <strong>Wir fordern die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden auf, Abriss strengeren und ausgewogeneren Begr\u00fcndungsanforderungen zu unterwerfen und den Schutz sowie die Weiternutzung bestehender Geb\u00e4ude ins Zentrum einer nachhaltigen Baupolitik zu stellen \u2013 denn Abriss ist keine technische Notwendigkeit, sondern das Ergebnis politischer Rahmenbedingungen.<\/strong><\/p>\n\n  <p class=\"wb-note\">Stand: Juni 2026 \u2013 Nur f\u00fcr Ihre pers\u00f6nliche Nutzung. Bitte geben Sie dieses Infoblatt nicht ohne R\u00fccksprache mit We-Building e.V. weiter. <a href=\"mailto:info@we-building.org\">info@we-building.org<\/a> - <a href=\"https:\/\/we-building.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.we-building.org<\/a><\/p>\n\n  <section class=\"wb-sources\">\n    <h2>Quellen<\/h2>\n    <ol>\n      <li id=\"wb-q1\">Umweltbundesamt 2025. <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/ressourcen-abfall\/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten\/bauabfaelle#mineralische-bauabfalle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">umweltbundesamt.de<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r1\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q2\">Umweltbundesamt 2025. <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/ressourcen-abfall\/abfallaufkommen#deutschlands-abfall\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">umweltbundesamt.de<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r2\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q3\">Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) 2023. <a href=\"https:\/\/www.bmuv.de\/fileadmin\/Daten_BMU\/Pools\/Broschueren\/abfallwirtschaft_2023_en_bf.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bmuv.de (PDF)<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r3\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q4\">Ministerio de Ambiente y Desarrollo Sostenible (Ministerium f\u00fcr Umwelt und nachhaltige Entwicklung, Kolumbien) 2025. <a href=\"https:\/\/economiacircular.minambiente.gov.co\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Retos-y-oportunidades-Gestion-RCD_280825-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">minambiente.gov.co (PDF)<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r4\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q5\">Wang et al., 2021. <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/351686890_A_Comprehensive_Review_on_Recycled_Aggregate_and_Recycled_Aggregate_Concrete\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">researchgate.net<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r5\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q6\">Berglund-Brown et al. 2025. <a href=\"https:\/\/journal-buildingscities.org\/articles\/10.5334\/bc.588\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">journal-buildingscities.org<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r6\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q7\">Weber et al. 2006, S. 21. <a href=\"https:\/\/coolclimate.berkeley.edu\/files\/mcgrath\/down.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">coolclimate.berkeley.edu (PDF)<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r7\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q8\">Cook et al. 2022, S. 12\u201318. <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/361669719_Construction_and_Demolition_Waste_Management_A_Systematic_Scoping_Review_of_Risks_to_Occupational_and_Public_Health\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">researchgate.net<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r8\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q9\">Umweltbundesamt 2017. <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/sites\/default\/files\/medien\/1968\/publikationen\/uba_broschuere_urbanmining_rz_screen_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">umweltbundesamt.de (PDF)<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r9\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q10\">Umweltbundesamt 2019. <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/nachhaltigkeit-strategien-internationales\/umweltrecht\/umweltschutz-im-fachrecht\/oeffentliches-baurecht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">umweltbundesamt.de<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r10\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q11\">Baugesetzbuch (BauGB), \u00a7 172, 2026. <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bbaug\/__172.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gesetze-im-internet.de<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r11\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q12\">Bundesportal, \u201eBeantragung einer Erlaubnis f\u00fcr Ma\u00dfnahmen an Bau- und Bodendenkm\u00e4lern\u201c, 2026. <a href=\"https:\/\/verwaltung.bund.de\/leistungsverzeichnis\/de\/leistung\/99033011006000\/herausgeber\/BY-1841\/region\/090000000000\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verwaltung.bund.de<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r12\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q13\">Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Berlin, \u201eZweckentfremdungsverbot\u201c, 2026. <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/sen\/wohnen\/rechtliches\/zweckentfremdungsverbot\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berlin.de<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r13\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n      <li id=\"wb-q14\">Westminster City Council, 2026. <a href=\"https:\/\/www.westminster.gov.uk\/news\/westminster-council-launches-retrofit-first-policy-and-boosts-affordable-housing-city-plan-partial\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">westminster.gov.uk<\/a> <a class=\"wb-back\" href=\"#wb-r14\" aria-label=\"Zur\u00fcck zum Text\">\u21a9<\/a><\/li>\n    <\/ol>\n  <\/section>\n<\/article>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bestand vor Abriss Reduktion von Bau- und Abbruchabf\u00e4llen Als PDF herunterladen Der Geb\u00e4udesektor ist ein Treiber des Klimawandels, und der Abriss spielt eine bedeutende Rolle und ist mit erheblichen Umweltauswirkungen verbunden. Allein im Jahr 2022 produzierte Deutschland 207,9 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabf\u00e4lle, einschlie\u00dflich Bodenaushub.[1] Bau und Abriss, einschlie\u00dflich Aushub, machten 54,2&nbsp;%[2] des gesamten national anfallenden Abfalls aus. Eine Untersuchung, wie und warum diese Abfallmenge entsteht, offenbart systematische Probleme im Umgang mit Geb\u00e4uden und den damit verbundenen Ressourcen \u2013 und zeigt Alternativen zum gegenw\u00e4rtigen verschwenderischen Status quo beim Abriss auf. Kontext Die Abfallproduktion ist weltweit ungleich verteilt. 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